Berlin (ots) - Bei Kontrollen von Reisenden im internationalen
Zugverkehr vollstreckte die Bundespolizei am Montagmorgen mehrere
Haftbefehle.
Die Überprüfungen erfolgten im nordöstlichen Brandenburg. Dabei
ging den Beamten auch ein chinesischer Staatsangehöriger ins Netz,
der mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Der 46-Jährige war Reisender
im D448 (Strecke Berlin - Warschau) als ihn die Bundespolizeistreife
gegen 07:30 Uhr kontrollierte. Die Überprüfung ergab, dass die
Staatsanwaltschaften Dessau-Roßlau und Hamburg den in Deutschland
lebenden Mann wegen Unterschlagung und fahrlässiger Körperverletzung
suchten.
Durch die Zahlung der festgelegten Geldstrafen von über 1.168 Euro
blieb dem Chinesen eine Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 40 Tagen
erspart.
Gegen 08:10 Uhr erfolgte die Kontrolle eines in Deutschland
lebenden 40-jährigen Polen. Er war Nutzer der Regionalbahn 5860 und
in Fahrtrichtung Polen unterwegs. Die Überprüfung nahe der Ortschaft
Tantow ergab, dass die Staatsanwaltschaft Landshut Witold S. wegen
Betrug und Beschäftigung von Ausländern im großen Umfang per
Haftbefehl suchte. Ein Bekannter des Gesuchten übernahm die Zahlung
der Geldstrafe in Höhe von 298 Euro. Somit konnte eine
Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen abgewendet werden und er seine
Reise fortsetzen.
Originaltext: Bundespolizeidirektion Berlin
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