Gruppenreisen Berlin | Apartment Berlin  

Berlin

Fr, 30.07.2010 | 15:29 Uhr
Immobilien-Tipp
 
Artikel per Email versenden Artikel drucken [Seite 1 von 1]
 
Spandau - ein Bezirk wird unterschätzt
Harmonie zwischen Wirtschaft und Natur

VON MICHAELA SOMMER (Assistant Manager bei TOP-Immobilien)

Top-Immobilien „Berlin bei Spandau“, diesen Ausspruch hat wohl jeder schon einmal gehört. Die Bewohner des Bezirkes betonen noch heute, fast 90 Jahre nach der Eingemeindung, ihre Eigenständigkeit. Die Wurzeln dieser Aussage liegen möglicherweise im „Knüppelkrieg“, welchen der brandenburgische Kurfürst Joachim II. Hektor im Jahr 1567 zur Volksbelustigung zwischen Berlin und Spandau initiierte.
Es war eine dreitägige Land- und Wasserschlacht, wobei die Berliner als Sieger hervorgehen sollten.

Die Spandauer wollten die vorgesehene Niederlage allerdings nicht akzeptieren und lockten ihre Gegner in einen Hinterhalt, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Geschichtlich gesehen eine mögliche Erklärung für die Entwicklung eines Bezirkes mit eigener unabhängiger städtischer Infrastruktur. MuehlengrabenDer Stadtteil gilt heute als bedeutender Wirtschaftsstandort der Hauptstadt. Die Firma Siemens siedelte ihr Unternehmen im Jahr 1897 in Spandau an. Arbeitsplätze entstanden, Wohnsiedlungen wurden errichtet sowie S-Bahn- und Straßenbahnanschlüsse gebaut. Heute ist die Siemens AG der drittgrößte Arbeitgeber der Stadt Berlin. Im Laufe der Jahre haben sich weitere namhafte Firmen wie bspw. Osram und das BMW-Motorrad-Werk niedergelassen.

Der flächenmäßig drittgrößte Bezirk Berlins ist zwar das westliche Schlusslicht der Stadt, aber verkehrstechnisch bestens zu erreichen. Zwei Stadtautobahnabfahrten (ab voraussichtlich 2011 wieder drei) führen parallel zueinander nach Spandau. Verlässt man den Bezirk in westliche oder nördliche Richtung erreicht man in kürzester Zeit den Berliner Ring. Optimale Bahnverbindungen bietet der 1998 fertig gestellte Fernbahnhof, von dem S- und Regionalbahnen starten und sogar der ICE Halt macht. Der Kurfürstendamm ist bspw. in nur knapp 20 und die Friedrichstraße in nur 30 Minuten erreicht. Mit der U-Bahn gelangt man vom Rathaus direkt bis nach Rudow.

Das Zentrum des Bezirkes konzentriert sich in und um die malerische Altstadt, welche vor 30 Jahren zur Fußgängerzone umgestaltet wurde. Blickfang sind die nahe gelegene Zitadelle, die St.-Nikolai-Kirche und eines der ältesten Gebäude Berlins, das Gotische Haus. Zahlreiche Geschäfte, namhafte Kaufhäuser sowie diverse Restaurants, Cafés und ein Kino machen den Weg in die pulsierende Innenstadt überflüssig. Die beliebten Wochenmärkte, Altstadtfeste und der alljährlich in der Adventszeit stattfindende Weihnachtsmarkt sind über die Grenzen Spandaus bekannt. 2001 bekam die Altstadt Konkurrenz durch den Bau der Spandau Arcaden. Doch mittlerweile ist das Einkaufszentrum mit 125 Geschäften, Hotel, Bowlingcenter sowie Wellnessbereich lediglich der Ausgangspunkt für einen ausgiebigen Shoppingbummel.

Im Gegensatz zu vielen anderen Berliner Bezirken hat Spandau eine wahre Naturvielfalt zu bieten. Ob Havel, zahlreiche Seen, angrenzender Grunewald, Hahneberg oder unzählige Wiesen und Wälder – hier kommen Naturliebhaber voll und ganz auf ihre Kosten. Spandau ist ein wunderschöner grüner und von Wasser durchzogener Stadtteil. Nicht nur die Spandauer schätzen die einmalige Lage, „verirren“ sich doch auch einige Berliner hierher, um sich vom Großstadtleben zu Erholen.

Auch Immobilienkäufer entdecken nach und nach die Vielfalt des Bezirkes. Interessante sanierte und unsanierte Miethäuser sowie renditestarke Eigentumswohnungen locken kauffreudige Investoren an. Freie Eigentumswohnungen in gefragten Lagen an Wald und Wasser erfreuen sich mehr und mehr der Nachfrage, ebenso wie attraktive Eigenheime. Überzeugende Argumente wie Nähe zur City und unmittelbare Nachbarschaft zur Natur, sind erfüllbare Wunschkriterien vieler Eigennutzer. Die Mieten liegen stabil zwischen 5 € und 7,50 € pro Quadratmeter und befinden sich somit im gesunden Berliner Mittelmaß. Beim Erwerb einer Eigentumswohnung sollte man derzeit mit einem Kaufpreis von 700 € bis 1.500 € pro Quadratmeter rechnen.

Fazit: Schnell speist man Spandau als westliche Peripherie von Berlin ab. Doch betrachtet man diesen Bezirk genauer, wird schnell klar, welches Potenzial in diesem Stadtteil steckt. Allein die Bevölkerungsentwicklung der letzten 17 Jahre zeigt, dass es in diesem Bezirk keine nennenswerten Veränderungen gegeben hat. Im Gegensatz zu hoher Lebensqualität stehen eher geringe Miet- und Immobilienpreise, weil Spandau noch immer unterschätzt wird.  

Quelle: Top-Immobilien

 
 
Newsletter
Auf den Punkt gebracht


Kontakt | Impressum | AGB | Newsletter